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Deutsche Postbank "reduce" 05.08.2009
SEB
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Manfred Jakob, Analyst der SEB, stuft die Aktie der Deutschen Postbank (ISIN DE0008001009 / WKN 800100) mit dem Rating "reduce" ein.
Das Q2-Ergebnis der Deutschen Postbank sei in Details sehr gemischt ausgefallen, gegenüber dem 1. Quartal habe es teilweise Verbesserungen gegeben. Die Erträge seien im Quartalsvergleich um 17% auf 786 Mio. EUR zurückgegangen. Dabei sei der Zinsüberschuss um 9% auf 566 Mio. EUR gesunken. Der Rückgang gegenüber dem 1. Quartal sei auf das Repricing kurzfristiger Aktiva, höhere Zinsaufwendungen für das DAX-Sparbuch und einen Rückgang beim Hedgeergebnis zurückzuführen (Q1 vs. Q1 noch +13% auf 633 Mio. EUR).
Der Provisionsüberschuss sei im Q2-Vergleich nur noch um 3,7% auf 337 Mio. EUR gesunken (Q1: -14%), worin bereits eine gewisse Belebung des Kundengeschäftes ablesbar sei. Gleichwohl seien die Handelsaktivitäten der Kunden noch nicht zufriedenstellend (Q2 vs. Q1: +9,4%). Das Handelsergebnis sei wie im 1. Quartal stark im Minus (-103 Mio. EUR) geblieben und vor allem durch die Wertveränderungen von eingebetteten Derivaten in strukturierten Kreditprodukten belastet gewesen. Vor Steuern sei erneut ein Quartalsverlust in Höhe von 69 Mio. EUR ausgewiesen worden (Q1: -91 Mio. EUR; Vorjahr jew. Gewinn). Nach Steuern betrage der Verlust im 2. Quartal 14 Mio. EUR (nach Gewinn von 121 Mio. EUR im Vj. bzw. 84 Mio. EUR in Q1; in Q1 aber mithilfe von Auflösung latenter Steuern).
Die Kennzahlen seien wie folgt: ROE 2,8% (nach 9,9%), Cost/Income-Ratio 92,5% (nach 75,5%). Die Tier-1-Ratio sei mit 8,0% (7,2%) gegenwärtig ausreichend.
Im 2. Halbjahr dürfte der Zinsüberschuss wieder etwas zulegen. Vor allem dürfte die Deutsche Postbank nun in den Genuss der steilen Zinsstrukturkurve kommen. Auch der Provisionsüberschuss könnte wieder stärker zulegen. Das im 4. Quartal 2008 zur strategischen Optimierung der Ergebnisqualität aufgelegte Programm dürfte mittelfristig den Ergebnistrend unterstützen. Positiv zu werten sei auch die Konzernstrategie: konsequente Ausrichtung auf das deutsche Retailgeschäft.
Das 2. Quartal habe eine Enttäuschung beim Vorsteuerverlust mit sich gebracht, der mit 69 Mio. EUR rund 20 Mio. EUR höher als erwartet ausgefallen sei (Halbjahresgewinn nur mithilfe von Auflösung latenter Steuern; enttäuschende Kennzahlen).
Wegen der wirtschaftlichen Eintrübung und der angespannten Situation an den internationalen Immobilienmärkten sei die Risikovorsorge höher als erwartet ausgefallen (Q2: 157 Mio. EUR, Q1: 124 Mio. EUR). Das Haus habe auch gewarnt, dass eine weitere Aufstockung nicht auszuschließen sei.
Falls sich die Finanzmarktkrise nochmals verstärke, würden weitere Wertberichtigungen auf das strukturierte WP-Portfolio drohen. Der Schwerpunkt der Belastungen in 2009 dürfte im 1. Halbjahr gelegen haben.
Die Finanzkrise sei weitgehend abgearbeitet. Doch die Rezession könnte neue Belastungen bringen. Kundenbezogene Trends hätten sich zwar ins Positive umgedreht, aber deren Nachhaltigkeit sei noch nicht sicher. Eine Stütze (derzeit fast die einzige) sei, dass die Deutsche Bank früher als geplant ihren Anteil aufstocken könnte.
Die Analysten der SEB bewerten die Deutsche Postbank-Aktie mit dem Rating "reduce". Das Kursziel werde von 15 auf 18 EUR angehoben. (Analyse vom 05.08.2009) (05.08.2009/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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